Industriestrompreis / Brückenstrompreis streichen (5 ct/kWh-Deckel für energieintensive Industrie)
Die Bundesregierung hat auf Initiative von Bundeskanzler Merz (CDU) und Finanzminister Klingbeil (SPD) den Brückenstrompreis (Zielpreis 5 ct/kWh für energieintensive Industrie) zum 01.01.2026 eingeführt — befristet auf 2026-2028 (EU-beihilferechtlich maximal drei Jahre). Der Bundestag hat die Änderungen mit Regierungsmehrheit beschlossen, die EU-Kommission hat am 14.01.2026 die Genehmigung bestätigt. Kostenrahmen laut Klingbeil: 3-5 Mrd. € für die Dreijahres-Laufzeit, also ~1-1,7 Mrd. €/Jahr — Finanzierung über den Klima- und Transformationsfonds (KTF). Zielgruppe: Stahl (Thyssenkrupp, ArcelorMittal), Chemie (BASF, Bayer, Evonik), Aluminium (Trimet, Speira) und weitere Grundstoffindustrien; Mittelstand bleibt außen vor (Verbände kritisieren dies scharf). Der Slider ermöglicht die Streichung dieser Subvention — Ersparnis ~1,5 Mrd. €/Jahr im KTF. Politisch: FDP und Wirtschaftsliberale plädieren für Streichung mit Verweis auf marktwirtschaftliche Verzerrungen; Grüne kritisieren die Zementierung fossil-strukturierter Grundstoffindustrien; DGB und IG BCE fordern hingegen sogar Verlängerung über 2028 hinaus. Baseline im Haushalt 2027: Industriestrompreis ist bereits enthalten.
Quelle: produktion.de