Fernverkehrsgarantie in der Fläche (Bund bestellt SPFV)
Gesetzentwurf der Grünen-Bundestagsfraktion (August 2026): Der Bund erhält die rechtliche Möglichkeit, Fernverkehrsleistungen dort selbst zu bestellen, wo Open Access nicht wirtschaftlich funktioniert („Fernverkehr in der Fläche"). Ziel: 78 Städte erhalten überhaupt erst wieder einen Fernverkehrshalt, 81 weitere ein deutlich erweitertes Angebot. Instrumente: bundeseigener Aufgabenträger („Orga Deutschlandtakt"), Direktbestellung von Linien, gezielte Trassenpreissenkung im Nebennetz, langlaufende Rahmenverträge, Dachtarif für die unternehmensübergreifende Nutzung. Kostenschätzung: Grüne beziffern die Fernverkehrsgarantie mit 200-400 Mio. €/Jahr und rechnen mit dem unteren Ende. Grundlage ist die Studie des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung beim Eisenbahn-Bundesamt (DZSF-Bericht 90/2026, durchgeführt von KCW GmbH, Februar 2026): Der Zuschussbedarf für nicht wirtschaftlich betreibbare Linien im Nebennetz beträgt rund 200 Mio. €/Jahr; er könnte zu großen Teilen bereits über eine nach Tragfähigkeit differenzierte Trassenpreisabsenkung gedeckt werden. Delta konservativ mit 0,2 Mrd. € angesetzt (unteres Ende, entspricht der DZSF-Nettoschätzung).
Quelle: gruene-bundestag.de