Ausgaben Verkehr & Infrastruktur

9-Euro-Ticket wiedereinführen (statt Deutschlandticket 63 €/Monat)

Fiskalischer Effekt: −8,5 Mrd. € / Jahr

Rückkehr zum 9-Euro-Sommer 2022: statt aktuell 63 €/Monat (Deutschlandticket, Stand August 2026) würde der ÖPNV bundesweit für 9 €/Monat zugänglich. Bundeszuschuss für das originale 9-Euro-Ticket: 2,5 Mrd. € für drei Monate (Juni-August 2022) — hochgerechnet auf ein Jahr ~10 Mrd. €. Da der bestehende Deutschlandticket-Zuschuss (1,5 Mrd. €) entfällt, ergeben sich Netto-Mehrkosten für den Bund von ~8,5 Mrd. €/Jahr. Wissenschaftliche Bewertung (Ifo/FAU/Universität Salzburg): Autoverkehr sank nur um 4-5 %, aber Zugverspätungen stiegen wegen Überlastung um 30 %; zusätzlich 430.000 Personen/Tag im Zug. Ifo-Präsident Fuest nannte es „teure und ineffiziente Klimaschutzmaßnahme"; sozialpolitisch beliebt und mit spürbarer Entlastung für Pendler:innen und Geringverdiener:innen. Schließt sich gegenseitig mit der Abschaffung des Deutschlandtickets aus. Zu beachtende Zusatzeffekte (nicht ins delta eingerechnet): (1) Für einen dauerhaften Betrieb wären erhebliche Kapazitätsinvestitionen nötig (zusätzliches Rollmaterial, Schienenausbau, Personal - grob geschätzte 2-3 Mrd. €/Jahr on top), die bei einer ehrlichen Gesamtrechnung addiert werden müssten. (2) Der wirtschaftliche Schaden durch die überlastungsbedingten Verspätungen (Zeitverlust in Pendel- und Geschäftsverkehr, Kaskadeneffekte) ist volkswirtschaftlich real, aber kein direkter Bundeshaushaltsposten und deshalb bewusst nicht ins delta einbezogen.

Quelle: zdfheute.de