Kostenlose Periodenprodukte in öffentlichen Einrichtungen (Schottland-Modell)
Kostenfreie Bereitstellung von Menstruationsprodukten in staatlichen Einrichtungen (Schulen, Hochschulen, Bundes- und Landesbehörden, Bibliotheken, öffentlichen Toiletten) - orientiert am Vorbild Schottlands (Period Products (Free Provision) (Scotland) Act 2021). Klarstellung des Umfangs: Die 400 Mio. EUR/Jahr sind die Kosten für die Grundausstattung öffentlicher Einrichtungen mit Produkten, nicht ein individueller Vollversorgungsanspruch für alle menstruierenden Personen. Der Bund finanziert Verfügbarkeit vor Ort (Behördengang, Schulweg, Toilettengang), nicht den privaten Monatsbedarf zu Hause - eine Vollversorgung Bedürftiger ist als separate Erweiterung (Kind-Reformoption "Ausweitung auf breite Versorgung Bedürftiger") mit +0,8 Mrd. EUR/Jahr abgebildet. Kostenrahmen für die Grundausstattung: rund 400 Mio. EUR/Jahr auf Bundesebene (grobe Hochrechnung analog Skalierung schottisches Modell auf Deutschland; die konkrete Umsetzung würde ein Bund-Länder-Programm erfordern, weil Schulen und Hochschulen Ländersache sind). Ziel: sichtbare Enttabuisierung der Menstruation, niedrigschwellige Grundversorgung ohne Bedarfsprüfung. Rückmeldungen aus dem Feedback-Kanal (Plan International Deutschland; NDR-Berichterstattung zur Hamburger Initiative) verweisen auf reale Periodenarmut und die politische Diskussion in Deutschland.
Quelle: plan.de