Flugticketsteuer-Senkung rückgängig machen
Die Bundesregierung plant, die Luftverkehrsteuer zu senken — Kosten: 300 Mio. €/Jahr. SPD-Politiker Steffen Krach kritisierte: "Ich weiß wirklich nicht, wie ich es jemandem erklären soll, dass Deutschland gerade 300 Millionen Euro für die Senkung der Flugticketsteuer hat, aber keine 300 Millionen für Eltern und Kinder." Rückgängigmachen der Senkung brächte diese Einnahmen zurück. Zu beachtender Sekundäreffekt (nicht ins delta eingerechnet): Nach der Steuererhöhung 2024 hatten Ryanair, Wizz Air und andere Airlines Kapazität in Deutschland reduziert (angekündigt: -12 bis -20 %). Die aktuelle Senkung dient ausdrücklich der Rück-Stationierung. Eine Rücknahme der Senkung würde diesen Standorteffekt teilweise wieder umkehren - mit negativen Folgen für Landegebühren an Flughäfen (teils in öffentlicher Hand), Beschäftigung im Umfeld und indirekte Steuereinnahmen. Größenordnung dieses Zweitrundeneffekts grob 50-150 Mio. €/Jahr, würde die tatsächliche Nettoeinnahme also spürbar mindern.
Quelle: taz.de