Elterngeld: Bezugsdauer kürzen (14 → 12 Monate)
Elterngeld wird bisher im Regelfall für 12, bei Beteiligung beider Elternteile für 14 Monate gezahlt. Der Entwurf des Familienministeriums kürzt die Bezugsdauer auf höchstens 12 Monate: Je 3 Monate sind für jeden Elternteil reserviert, 6 weitere frei aufteilbar. Zugleich steigen Mindest- und Höchstbetrag von 300 auf 330 € bzw. von 1.800 auf 1.900 €. Start: 1. November 2027. Das Ministerium will damit von November 2027 bis Ende 2030 rund 1,6 Mrd. € sparen, im Jahresdurchschnitt rund 0,5 Mrd. €. Das ifo Institut rechnet für denselben Zeitraum mit höchstens 0,88 Mrd. €, weil Väter im Schnitt mehr Elterngeld erhalten als Mütter: „Je mehr Väter die Reform zum Elterngeld bewegt, desto weniger spart der Staat" (ifo, 21.10.2026). Wegen des Starts im November wirkt die Kürzung 2027 kaum. Der Entwurf ist noch nicht vom Kabinett beschlossen; Familienministerin Prien zeigte sich offen dafür, an 14 Monaten festzuhalten (ZDFheute, 30.09.2026). Der Regierungsentwurf 2027 veranschlagt für das Elterngeld 7,07 Mrd. € (2026: 7,51 Mrd. €); eine Einsparung durch die Reform ist dort nicht gesondert ausgewiesen.
Quelle: ifo.de